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Zwei Übersetzungen zur Diagnose:
LI, Shi-Zhen:
Über die Pulse und Krankheiten der acht Sondermeridiane
LI, Shi-Zhen (1518-1593, Ming-Dynastie) alias Li Dong-Bi oder
Li Bin-Hu, berühmt durch sein
Ben Cao Gang Mu, Das monumentale Arzneimittelkompendium Lis, das in dreißig
Jahren, teils durch Feldstudien vor Ort, bei Reisen durch ganz China von ihm erstellt
wurde. Lange Zeit ungeschlagen in seiner Kompetenz. Ferner verfaßte mit Bin Hu Mai Xue
(1564) einen Pulsklassiker, der die Pulsdiagnose wie sie heute angewendet wird am
stärksten prägte und bis heute kaum verändert angewendet wird. Li listete 27 Pulse
darin auf. Schließlich gehört auch noch das Qi Jing Ba Mai Kao (1578) zu seinen
bekannteren Werken, in welchem er eine Studie der acht Sondermeridiane veröffentlichte.
Es gibt heute kaum einen Chinesen auf der Welt, egal ob Arzt oder nicht, der Li
Shi-zhen nicht kennt. Und er hat es verdient: Im Gegensatz zu seinen Kollegen, die ihre
Studien oft im beschützten "Elfenbeinturm" der Kaiserstadt verbrachten, war Li
ein echter Forscher aus einer Ärztefamilie, der sein theoretisches Wissen durch Reisen in
ganz China mit praktischen Feldstudien an abgelegenen Orten ergänzte, die Einheimischen
nach lokalen Arzneipflanzen befragte und sein Leben gänzlich seinem nie wieder an
Berühmtheit erreichten Lebenswerk Ben Cao Gang Mu widmete.
Das 1564 in Versen veröffentlichte Bin Hu Mai Xue schreibt nur wenig über die
acht Sondermeridiane, liefert aber größtenteils eigene Erfahrungen, während er in Qi
Jing Ba Mai Kao vorwiegend ältere Autoren über die Sondermeridiane zitiert. Der
untenstehende Text stammt aus dem Bin Hu Mai Xue und wird vollständig
wiedergegeben.
Einführung: Li schreibt hier, das die Pulse der Sondermeridiane anders sind als die
12 Meridiane, er meint damit, daß sie keine direkten Beziehungen zu den Zang-Fu Organen
haben. Auch da sie für die Regulierung des Qi zwischen den 12 Meridianen verantwortlich
sind, zeichnen sie sich auch durch andere Erkrankungen aus. Der fettgedruckte Text ist
eine Ergänzung von mir. Im Original sind Pulsbild und Krankheit nicht nebeneinander
gestellt, sondern nacheinander aufgelistet.
"Mit den acht Sondermeridiane verhalten es sich anders als mit den 12 normalen
Meridianen:
Typisches Pulsbild |
Kommentar |
Typische Krankheiten |
| Der typische Puls für den Du-Mai ist ein
oberflächlicher (fu), saitenförmiger (xuan) Puls. |
Da er das Yang im Körper
repräsentiert, entsprechen ihm hier typische Yang-Pulse (oben, Fülle bzw. Schmerz ) und
der Rücken als Yang-Körperteil. |
Wenn der Du-Mai erkrankt ist, entstehen oft
ein steifer Rücken und epileptische Anfälle. |
| Der typische Puls für den Chong-Mai ist der
gefangene (lao) Puls. |
Seiner Repräsentanz des Körperinneren,
entspricht ein typischer Yin-Puls (tief) und die Erkrankung seiner oben-unten- Ausrichtung
die Kontravektion.. |
Wenn der Chong Mai erkrankt ist, entstehen oft
kontravektives Qi und innere Unruhe. |
| Der typische Puls für den Ren-Mai ist der
gespannte (jin) Puls. |
Der Ren-Mai repräsentiert das Yin,
daher wird er oft mit Kälte und Yin-Schäden verbunden. Die 7 Hernien (Chong, Hu, Wei,
Jue, Shan, Kui und Long). Zu starkes Yin, in Form von innerer Kälte fuhrt zu
Qi-Stagnation und Blutstase und somit zu abdominalen Massen. |
Wenn der Ren Mai erkrankt ist, entstehen oft
die sieben Arten Hernien und abdominale Verhärtungen. |
| Der typische Puls für den Yang Wei Mai ist
ein schräg von der hinteren Chi Position medial nach vorne und lateral Cun Position
schlagender Puls. |
Li scheint hier, was das Pulsbild
angeht, etwas zu theoretisieren, indem er den Verlauf des Meridians vom Körper auf die
Pulsstelle überträgt. Dagegen ist das Krankheitsbild eher begreiflich, da der Yang Wei
Mai über das Exterior (Äußere) des Körpers und das Yang-Qi also das bei der Abwehr
benötigte Wei-Qi regiert. |
Wenn der Yang Wei Mai erkrankt ist, entstehen
oft Kälte- oder Hitzeabneigung (Frösteln, Fieber), Schwindel, Nackensteife und
Niederstürzen. |
| Der typische Puls für den Yin Wei Mai ist ein
schräg von der hinteren Chi Position lateral nach vorne und medial zur Cun Position
schlagender Puls. |
Li scheint hier, was das Pulsbild
angeht, etwas zu theoretisieren s.o. Wenn das mit dem Meridian verbundene Ying-Qi und Blut
nicht zirkulieren, so wird u.a. das Herz und der damit verbundene Geist (Shen), nicht mehr
genügend genährt und es entstehen die entsprechenden Symptome. |
Wenn der Yin Wei Mai erkrankt ist, entstehen
oft Herzschmerzen, Herzstechen und Palpitationen. |
| Der typische Puls für den Yang Qiao Mai ist
ein links und rechts federnder Puls an der Cun (vorderen) Position.. |
Es geht hier nicht genau hervor, ob mit
links und rechts der L + R Arm gemeint ist, oder ein dem schlüpfrigen Puls ähnliches
Bild. Auch bei der Krankheit scheinen hier durch Schreibfehler Yin und Yang vertauscht zu
sein, denn im 29. Kap. des Nan Jing heißt es genau umgekehrt. |
Wenn der Yang Qiao Mai erkrankt ist, entstehen
oft Lockerung des Yin, und Anspannung des Yang. |
| Der typische Puls für den Yin Qiao Mai ist
ein links und rechts federnder Puls an der Chi (hinteren) Position.. |
Puls wie bei Yang Qiao Mai. Eine
Erklärung für "locker" und "gespannt" bezieht sich auf die Lockerung
oder Spasmen der Unterschenkelsehnen (innen-Yin, außen-yang) am entsprechenden
Meridianverlauf. |
Wenn der Yin Qiao Mai erkrankt ist, entstehen
oft Lockerung des Yang, und Anspannung des Yin. |
| Der typische Puls für den Dai-Mai ist ein
links und rechts federnder Puls an der Guan (mittleren) Position. |
Da der Dai-mai sich auch um den
Unterbauch zieht, liegen Krankheiten der Geschlechtsorgane und Schmerzen im Nabelbereich
nahe. |
Wenn der Dai-Mai regiert, entstehen oft
Ausfluß (Fluor), Schmerzen am Nabelbereich und Spermatorrhoe. |
| Tetanien, Epilepsie und Krämpfe, sowie
Kälte- und Hitzeerkrankungen (Fieber), Panik und Verwirrung, das sind alles Syndrome der
acht Sondermeridiane, die diesen zugeordnet werden". |
Literaturangabe: Ich habe zur Übersetzung verschiedene Texte in
Originalsprache von Hunan Science & Technology, sowie Beijing Xue Yuan Press
verwendet; es existiert aber auch eine meines Wissens vergriffene Ausgabe in gesprochenes
Chinesisch mit Erklärungen (Bai Hua Ben), deren erste Hälfte als Grundlage einer mehr
Interpretation als Übersetzung verwendet wurde. Diese "Übersetzung" heißt Pulse
Diagnosis by Li Shi Zhen und ist 1981 in Sydney (von Hoc und Seifert
"übersetzt") erschienen. Sie wurde 1985 bei Paradigm in den USA neuaufgelegt.
Solange man nicht vergißt, das dies keine wirkliche und wortgetreue Übersetzung von Lis
Werk darstellt, ist sie mangels besseren Materials ganz brauchbar.

Gan Zhu-Sheng : Über diagnostische Befragung
Aus: (Gan Zhu-Sheng Yi Hua) Der Shanghaier Gan Zhu-Sheng ist einer der
wenigen heute lebenden "alten" Ärzten der Chinesischen Medizin, die noch den
Wandel von der kaiserlichen Qing-Dynastie Medizin, über die schweren Zeiten der
Unterdrückung während der republikanischen Zeit und schließlich den erneuten Aufstieg
der TCM unter Mao persönlich miterlebt haben. Seine gesammelten Erfahrungen hat er in
lockeren Essays niedergelegt, von welchen eines hier veröffentlicht werden soll.
Anmerkung: In seinen Essays verwendet er immer statt "ich", das bescheidenere
"der Autor".
Unter den fünf Diagnoseverfahren (Der Autor meint hier die vier
traditionellen plus die modernen Diagnoseformen des Westens) ist eine die diagnostische
Befragung (chin. Wèn). Doch es ist sehr betrüblich, daß viele sie nicht richtig
ernstnehmen. Das geht sogar so weit, daß sie komplett mißverstanden wird als Aufnahme
der Informationen wie Name, Alter, Arbeitsstelle, Krankengeschichte usw. also allgemeine
Datenerhebung. Der Inhalt der Befragung der TCM ist traditionell die Frage nach
Kälte/Wärmeempfinden, Schweißbildung, Kopf- und Körperbeschwerden, Stuhl und Urin,
Speise und Flüssigkeitsaufnahme, Brustraumbeschwerden, Durstempfinden, vorangegangene
Erkrankungen, Grund des Arztbesuchs usw. zusammen zehn Fragen. Im Grunde genommen sind
diese zehn eine recht grobe Vereinfachungen die sich oft stark von der Praxis
unterscheiden. Der Autor bekräftigt immer wieder die nützliche Anwendung der zehn
Kategorien bei der Befragung (Interior/Exterior, Leere/Fülle, Kälte/Hitze, Zweig/Wurzel
und organische/funktionelle Störungen), die somit ca. 40% der gesamten Diagnose liefern
können und die Genauigkeit der Befragung erhöhen, weit genauer als durch Pulsdiagnose.
Schade jedoch, daß man eine solche Form der Befragung sonst in keinen Büchern findet.
Der Autor wendet sich in seiner Kritik besonders an den HNO-Bereich: Untenstehend
finden sich einige Beispiele aus dieser Abteilung.
Erkrankungen des Ohres: Befragung bei Ohrensausen, wie in "Yi Guan"
beschrieben, haben in der Praxis aus nicht den geringsten Nutzen: "Man bedecke die
Ohren mit der Handfläche, wird das Geräusch leiser oder verschwindet, so ist es ein
Leere-Syndrom; wird das Geräusch lauter, so ist es ein Fülle-Syndrom." Man hat hier
blind die klassische Methode aus der äußeren Untersuchung übernommen, wo es heißt
"Wenn Druck bessert ist es Leere, wenn Druck verschlimmert ist es Fülle" und
sie auf den HNO-Bereich übertragen, ohne auch die geringste Erfahrung damit zu haben. Die
Autoren späterer Zeiten haben, dies anschließend blind abgeschrieben, und so zu dieser
derzeitigen falschen Anwendung geführt.
Weit besser für die praktische Anwendung eignet sich eine Methode, wie in "Jing
Yue Quan Shu" beschrieben: Im allgemeinen ist ein plötzlicher Gehörsturz mit lautem
Geräusch meist der Fülle zuzuordnen, ein graduelles zunehmen des Tinnitus mit feinem
Geräusch hingegen gehört meist zur Leere.", was man auch bis zur Hälfte glauben
kann. Was man in alten Zeiten nicht genau verstand, war der Unterschied zwischen
Lautstärke und Tonhöhe: So wurden ein lauter Geräuschpegel und eine hohe Tonhöhe beide
dem lauten Geräusch zugeordnet; ein tiefer Ton und ein leiserer Geräuschpegel wurden
beide als feines Geräusch bezeichnet. In Wirklichkeit kann man durch hohen oder tiefen
Ton genau bestimmen, ob es sich um Fülle oder Leere handelt, hingegen ist dies bei der
Lautstärke keineswegs der Fall; sie ist bei der Syndromdifferenzierung zwischen Fülle
und Leere völlig unbedeutend.
Ein besonders lautes Geräusch dagegen ist wiederum von Bedeutung für die
Syndromdifferenzierung, solange es als Begleitsymptom auftritt: Solange das Geräusch laut
ist, kann es sowohl auf ein starkes Fülle-, als auch auf ein starkes Leere-Syndrom
hindeuten. Es ist ähnlich dem Auftreten eines schwarzen Zungenbelages; dann kann entweder
große Hitze oder große Kälte vorhanden sein.
Der Autor ist der Meinung, daß bei der Diagnose des Tinnitus klar zwischen Tonhöhe
und Lautstärke unterschieden werden muß, was aber der Patient nicht immer genau
unterscheiden kann. Daher fragt man zur Differenzierung nach Geräuschen ähnlich wie
Grillenzirpen, Eisenbahn, kochendes Wasser, oder Wind usw. Beim Grillenzirpen ist die
Tonhöhe hoch und der Geräuschpegel leise, sofern es sich wie eine einzelne Grille
anhört. Bei einer großen Anzahl von Grillen (oder Zikaden) ist die Tonhöhe hoch, aber
der Geräuschpegel laut. Ein Flugzeuggeräusch ist aus der Nähe laut und hoch, aus der
Ferne leiser und tiefer.
Beim Tinnitus ist das Hören von Außengeräuschen ein weiteres wichtiges Kriterium zur
Differenzierung zwischen Fülle- oder Leere-Syndrom. Werden keinerlei Außengeräusche
mehr vernommen und gleichzeitig besteht Reizbarkeit und nervöse Unruhe so ist große
Fülle vorhanden, werden noch andere Geräusche wahrgenommen und der Patient ist ruhig, so
ist Leere vorhanden. Ist aber weder das eine noch das andere der Fall, so hat es auch
keine diagnostische Bedeutung.
Bei Erkrankungen des Rachens, im Rahmen der chronischen Halsentzündungen gehört die
Befragung zu den wichtigsten Diagnosemethoden. Wenn der Hals trocken ist, aber kein Wunsch
nach Getränken besteht, so ist bei Fülle Nässe (des mittleren Erwärmers) vorhanden,
und bei Leere eine Leere der Milz. Besteht hingegen bei trockenem Hals ein starker Wunsch
nach Getränken, so ist bei Vorliebe für heiße Getränke eine Milz-Leere vorhanden, bei
Vorliebe für kühle Getränke eine Nieren-Leere. Bei Vorliebe für übermäßig kalte
oder eisige Getränke, so sollte man an Feuer Syndrom der fünf Zhi (Wille, Emotion)
denken. Besteht aber keine besondere Vorliebe, so kann man daraus auch nichts schließen.
Bei Erkrankungen der Mundhöhle, ist die Befragung zur Differenzierung von Foetor ex
Ore ebenfalls von großer Bedeutung. Wenn der Patient den Mundgeruch nicht wahrnimmt, so
sollte man danach fragen, ob dieser nicht von Personen der Umgebung wahrgenommen wurde.
Hat sonst niemand den Mundgeruch wahrgenommen, dann ist ein subjektiver Mundgeruch
vorhanden, was meist zu den Leere-Syndromen gehört. Wird er hingegen von Anwesenden auch
wahrgenommen, so besteht objektiver Mundgeruch, der meist zu den Fülle-Syndromen gehört.
Bei objektivem Mundgeruch muß man aber unbedingt auch selbst einmal riechen: Beim Geruch
nach Exkrementen ist große Hitze im Yang Ming Doppelmeridian vorhanden; bei Geruch nach
Verwesung muß an Krebs gedacht werden, (akute Gingivitis riecht ebenfalls nach
Verwesung); beim Geruch wie ein Aufwischlappen oder Mob ist bei Fülle ein Nässe-Hitze
Syndrom vorhanden, bei Leere hingegen eine Milz-Leere; bei Patienten mit einem
fischartigen Mundgeruch sind Fülle-Syndrome eher selten, meist ist eine Leere von Qi und
Blut vorhanden.
Apropos des gesamtheitliche Befragung, bei Schlaflosigkeit beispielsweise, muß
nachgefragt werden, ob diese in der ersten oder zweiten Nachthälfte besteht, oder die
ganze Nacht herumwälzend im Halbschlaf verbracht wurde. Im allgemeinen deutet
Schlaflosigkeit in der ersten Nachthälfte auf Fülle, in der zweiten auf Leere und bei
Schlafstörungen die während der ganzen Nacht kann sowohl Fülle als auch Leere vorhanden
sein. Natürlich ist klar, das Schmerzen,
Umgebungswechsel, Jet-Lag usw. hiervon ausgenommen sind.
Ein dünner Stuhl ist nicht unbedingt immer Milz-Leere, egal wie oft oder lange, es ist
meist so, daß bei Patienten mit Bauchschmerzen, übelriechenden Flatuleszenzen
(fischartiger Geruch ausgenommen) eine Milz-Leere meist ausgeschlossen werden kann. Um den
Grad eines Leere-Zustandes festzustellen, kann man den Patienten fragen, wieviel
Toilettenpapier er zum Abputzen benötigt. Normalerweise ist es so, je mehr jemand
braucht, desto ausgeprägter ist sein Leere-Zustand. Hiervon ausgenommen sind allerdings
Patienten mit blutenden Hämorrhoiden.
In der Praxis sollten bei Kindern oder hochbetagten Patienten bei Berücksichtigung
ihres Alters auch die Begleitpersonen zur Befragung herangezogen werden.
WANG AN-SHI (Song Dynastie) schreibt in seinem Buch in seinem "Shu Gong Fan Zhuan
Hou" über die Bedingungen des Befragens, worin er auch ein Dogma aufgestellt hat:
"Wenn man nicht gezielt genug fragt, so erhält man auch keine detaillierten
Antworten, wenn man darüber nicht tief genug nachdenkt, so erhält man auch keine
konkrete Vorstellung darüber." Daher müssen wir bei der diagnostischen Befragung
einfach aber genau fragen, ohne überflüssige Belanglosigkeiten, die Befragung muß
gezielt aber fachlich sein, daneben muß die Antwort des Patienten tief Durchdacht und
analysiert werden, um dem Ziel der fünf Diagnoseverfahren zu entsprechen. Eine solche Art
des Befragens kann man wirklich als gelungen bezeichnen.
Meine eigene Erfahrung ist, daß der leichter zu behandelnde tiefe, oft in Pulsen
rauschende Ton Fülle-Symptom ist, das durch die Blutgefäß und ihre Durchblutung
entsteht, wohingegen der hohe, zischende Ton, der schwerer zu behandeln ist, eher durch
chronische Reizung der Nerven des Innenohrs (z.B. durch Nikotin, Kaffein, Lärm usw.)
entsteht und natürlich ein Leere-Symptom ist. GN

Literaturangabe: Das bisher in seiner Vollständigkeit ungeschlagene Werk zur gesamten
TCM-Diagnose ist M. Porkerts "Neues Lehrbuch der chinesischen Diagnostik",
Neuauflage erschienen bei AMS/Phainon. Gute Photos von Zungenbildern und ein
vollständiger theoretischer Hintergrund ist im englischen Werk von G.Maciocia zu finden.
"Tongue Diagnosis In Chinese Medicine", erschienen bei Churchill Livingstone, in
deutsch wurde kürzlich ein Buch von B. Kirschbaum veröffentlicht, das mir leider noch
nicht bekannt ist: "Die Zungendiagnose" bei E.Wühr Verlag, VGM, Kötzting.
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